Bereits im klassischen griechischen Altertum waren Therapien zur Erzeugung von Fieber bekannt: Der heilende Wert der Temperaturerhöhung war in der Medizin des Altertums unumstritten. Leider galt Fieber dann – in der modernen Medizin – als ein zu bekämpfender Faktor, weil man die Heilreaktion des Körpers mit der Krankheit gleich setzte. Im 20. Jahrhundert wurde die heilende Wirkung erhöhter Temperatur wiederentdeckt und wissenschaftlich erforscht. Heute leistet die Therapie mit Wärme in unterschiedlichen Intensitäten Erstaunliches.
In der Paracelsus Clinica al Ronc wird zum einen die milde Infrarotsauna angewendet. Diese kann auch bei älteren Menschen ohne Gefahr der Herz-Kreislaufüberlastung eingesetzt werden. Mit der Infrarotsaune wird auf sanfte Weise bei Temperaturen bis 55 Grad die natürliche Fähigkeit des Körpers, Giftstoffe über die Haut auszuscheiden, nachhaltig unterstützt. Auch bei weichteilrheumatischen Erkrankungen bringt die Inrrarot-Tiefenwärme Erleichterung. Ferner sind Frühstadien von Durchblutungsstörungen, Atemwegserkrankungen, Abwehrschwächen und Störungen des Hormonsystems Indikationen für die Infrarot-Sauna.
Bei schwereren Fällen von Abwehrschwäche, chronisch degenerativen Krankheiten, Fibromyalgieleiden und auch Krebsleiden ist allerdings eine noch eingehendere Behandlung mit der Ganzkörperhyperthermie angebracht. Bei dieser Therapie wird der Patient während mehreren Stunden einer indirekten Lichtbestrahlung ausgesetzt. Es handelt sich dabei keinesfalls um schädliche ionisierende Strahlen. Die Körperkerntemperatur wird unter kontinuierlicher Überwachung – je nach Erkrankung - bis auf 38.5, 39 oder sogar 40 Grad erhöht. Die Wirkungen auf den Organismus sind komplex und oft überraschend: Schmerzzustände können sich schlagartig verbessern; das Immunsystem zeigt nach zwei Tagen eine starke Stimulation, selbst wenn jahrelange „Unterdrückungen“ (Antibiotika, Cortison usw.) vorgenommen worden waren. Der Patient erholt sich nach der Fieberphase rasch; Komplikationen treten keine auf.
