| Die Aufgaben der Fette und der Unterschied | Oktober 2010 | |
| zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren | Autorin: Sonja Bacus |
Aufgaben
Energielieferant: Fett ist der grösste Energiespeicher in unserem Körper. Fett als Energielieferant schont somit den schneller verfügbaren Zucker in der Leber. Fett liefert uns doppelt so viel Energie wie Kohlenhydrate und Eiweiss.
Schutzfunktion vor Druck und Kälte. Das unter der Haut befindliche Fett dient wie eine Isolierschicht zur Aufrechterhaltung der Wärme im Körper.
Lebenswichtige Organe wie die Nieren, das Gehirn, die Leber, das Herz, usw., werden von Fett umgeben, um neben der Regulation des Wärmehaushaltes diese Organe auch vor Erschütterungen zu schützen.
Depotfett: Fett wird in den Fettzellen gespeichert sobald mehr Fett gegessen wird als gebraucht ist. Sollte der Mensch irgendwann mehr Fett brauchen als er zu sich nimmt, kann aus diesen Fettdepots Energie gewonnen werden.
Wegen dieses Depotfettes, ist es dem Mensch möglich, bis zu vierzig Tagen ohne Nahrung zu überleben.
Strukturelle Aufgabe: Fett ist in allen Körperzellen ein wichtiger Bestandteil aller Zellmembranen(häute), die die Sende- und Empfangsstation (Rezeptoren) unserer «Nervenkabel» bilden.
Die Zellmembranen müssen gut geölt sein. Nur dadurch gelingt der Datenaustausch zwischen den Gehirnzellen. Somit können wir strukturiert denken, planen und erinnern.
Aufnahme und Träger von fettlöslichen Stoffen wie Vitaminen A, D, E, und K. Diese werden im Fettgewebe und in der Leber gespeichert. Ausserdem sind Fette Träger der Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann = essentielle Fettsäuren.
Bestandteil zahlreicher Verbindungen im Körper wie z.B. die Gewebehormone Prostaglandine. Sie beeinflussen u.a. den Blutdruck.
Geschmacksträger: die meisten Aromastoffe lösen sich nur in Fett. Ausserdem empfinden die meisten Menschen Speisen, angereichert mit Fett, als angenehm und beruhigend.
Mit der Beigabe von Fett steigt der Blutzucker nicht so schnell an, was mit ein Grund ist, dass Fett das Sättigungsempfinden verlängert.
Erklärung der essentiellen Fettsäuren
Essenzielle Fettsäuren ( Linolsäure und Linolensäure ) werden für den Aufbau der Zellen beziehungsweise Zellmembranen wie auch für verschiedene Stoffwechselvorgänge benötigt. Sie steuern die Aufnahme der Fette aus dem Darm, regulieren den Fettstoffwechsel und helfen, einen erhöhten Cholesterinspiegel zu senken.
Unterschied zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren
Fettsäuren unterscheiden sich durch die Anzahl kettenförmig aneinander gereihter Kohlenstoffatome = C- Atome wie auch durch die Anzahl und der Position der in dieser Kette enthaltenen Doppelbindungen. Die Kettenlänge der Fettsäuren kann zwischen 4 bis 22 C-Atomen variieren und ist immer gradzahlig.
Sind bei einer Fettsäure alle Kohlenstoffatome mit Wasserstoffatomen verbunden (abgesättigt), so spricht man von einer gesättigten Fettsäure. Wenn zwei benachbarte C-Atome eine Doppelbindung eingehen, spricht man von einfach ungesättigten Fettsäuren, bei mehreren durch Doppelbindungen verknüpften C-Atomen handelt es sich um mehrfach ungesättigte Fettsäuren.
Gesättigte Fettsäuren zeigen eine geringe Reaktionsfähigkeit. Ungesättigte dagegen sind sehr reaktionsfreudig, da nicht alle C-Atome besetzt sind. Je mehr Doppelbindungen eine Fettsäure aufweist, desto ungesättigter und instabiler ist sie.
Es bestehen die:
einfach ungesättigten Fettsäuren mit einer Doppelbindung wie die Ölsäure oder Palmitoleinsäure in Olivenöl, Rapsöl, Avocado, Eiern, Schweine-und Gänseschmalz. Der Körper kann diese selbst herstellen. Einfach ungesättigte Fettsäuren sind bei Zimmertemperatur flüssig und werden im Kühlschrank hart.
gesättigte Fettsäuren, (z.B. in Wurst, Butter, Schmalz, Palmkernfett, Kokosfett)
Der Körper kann diese selbst herstellen. Gesättigte Fettsäuren bleiben auch bei Zimmertemperatur fest. Je härter das Fett, umso mehr gesättigte Fettsäuren.
mehrfach ungesättigte Fettsäuren, mit mindestens zwei Doppelbindungen, in Nüssen, Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl, Distelöl, Maiskeimöl, Leinöl müssen über die Nahrung zugeführt werden. Dazu gehören unter anderem auch die:
hoch ungesättigten Fettsäuren, mit fünf oder sechs Doppelbindungen, wie EPA und DHA in Kaltwasserfischen wie Lachs, Makrele, Hering, Bückling, Sardinen. Mehrfach- und hoch ungesättigte Fettsäuren bleiben immer flüssig.
Essen wir viel süsse Kohlenhydrate, werden diese in Triglyceride umgebaut. Die neuzeitliche Falle sind heutzutage die Light-Produkte.
Um diese zu verdicken, also die Konsistenz zu erhalten, wird in die Low-fat Produkte Stärke eingebaut. Hinzu kommen noch die künstlichen Aromen und Süssstoffe! Von daher VORSICHT von Low-Fat Produkten!
Ein Artikel von Sonja Bacus, Ernährungsberaterin
